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Wie du geboren wurdest (4)

Geburt - Die Basis des Lebens

Schmerzüberlastungen, Folterqualen und Alleingelassensein vor, während und nach der Geburt
stören lebenslänglich die Lebensfähigkeit, beeinträchtigen die Freude am Dasein.

Im Leben wird jede Erregung einen Anklang an die Brutalität der Geburt hervorrufen und jede Handlung entsprechend beeinflussen, ohne dass der Betreffende etwas davon weiß. Die Basis des Lebens – eine Folterqual? Ja, leider allzu oft. So individuell die Folter auch ist, so störend wirken sich die daraus hervorgehenden latenten Reaktionen, Belastungen und Behinderungen ein Leben lang aus.

Wie soll ein überlasteter Mensch ein normales, selbständiges Leben führen? Er wird leiden, als neurotisch, psychopathisch oder sonst wie etikettiert werden, weil niemand das Geschehen verstehen will oder kann. Alles, was er unternimmt, bedeutet Gefahr. Anstrengungen sind Vorboten des Untergangs und rauben dem Geplagten schon nahezu das Bewusstsein. Das Leben wird erlitten und nicht geliebt. Er wird sich weder 'zur Welt' noch zu sich selber je bekennen können. Beinahe alles ist Qual und wird zur beklemmenden Angst. Dieses Leben steht unter dem Diktat der Furcht.

Unter einer Vielfalt von Belastungen treten negative latente Reaktionen auf. Beispielsweise löst alles, was im Zusammenhang mit Lust steht, Angst oder Befürchtungen aus. Die Erfahrung des schmerzhaften Steckenbleibens im Mutterleib erzeugt ein latentes Gefühl des Abgesperrt- und Abgeriegeltseins und führt zur Vermeidung oder gar Verweigerung, sobald Bewegungslust aufkommt. Das Erstarren während der Geburt erzeugt die Tendenz zum Sich-Totstellen, zum Steif- und Starrwerden, zum Nicht-Atmen-Dürfen, und dies besonders bei Gefahr. Die Erfahrung, dass Betäubung das Mittel gegen Unerträgliches ist, begünstigt oder erzeugt Schlafdrang. Die Suche nach Betäubung verführt im späteren Leben zum Rauchen. Rauchen ist ein probates Betäubungsmittel und gleichzeitig auch ein Stressmittel. Der lang andauernde Schmerzzustand, die komplizierte Geburt oder die fehlerhafte, unsensible Geburtshilfe, welche für das Kind Torturen bedeuten, haben entsprechend lang andauernde Betäubungen zur Folge, die über Monate, Jahre oder sogar Jahrzehnte wirksam bleiben können. Außerdem macht die latente Bereitschaft zur Abwehr der Not jede vollständige Entspannung im seelischen und körperlichen Bereich unmöglich.