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Wie du geboren wurdest (1)

Schuld der Eltern durch Täuschung der Kinder

Wie du geboren wurdest, so wirst du leben.

Wie du geboren wurdest, so wirst du leben. Wenn du wirklich gewollt wurdest von Mutter und Vater, dann wirst du wollen dürfen. Wenn du wirklich geliebt wurdest von Mutter und Vater, dann wirst du lieben können. Du wirst leben wollen und dich daran freuen. Wenn du wirklich geachtet wurdest von Mutter und Vater, dann wirst du das Leben achten.

Viele Eltern verleugnen bewusst oder unbewusst ihr schuldhaftes Verhalten gegenüber den Kindern und dies zum Schaden aller Beteiligten, auch zum Schaden der Gesellschaft. Nahezu jedes Kind wäre spontan bereit, seinen Eltern sogar grobe Fehler zu verzeihen, wenn sich diese zu einer Versöhnung bereit finden würden. Leider beharren viele Eltern auf ihrer Unfehlbarkeit und weisen jede Beteiligung am Unglück oder der Krankheit ihrer Kinder zurück. Genau besehen ist die Leugnung schuldhaften Verhaltens der Eltern und damit die Täuschung der Kinder über die wahren Hintergründe ihres Verhaltens oft der Grund des Leidens. Durch ihre Verweigerungshaltung erzeugen die Eltern Verwirrung und Schuldgefühle beim Kind. Die scheinheilige Zusicherung der Eltern, es sei ein erwünschtes Kind gewesen, ist an und für sich eine schwere Belastung, die das Kind in seiner vermeintlichen Schuld gefangen hält. Jeder Vater und jede Mutter, die einem Kind Schaden zugefügt oder sich schuldig gemacht haben, können dem Kind keinen größeren Dienst erweisen, als sich um Einsicht in die Fehler zu bemühen, um damit das Kind von verwirrenden Zweifeln zu befreien. Fehlbare Eltern haben die Pflicht, sich beim Kind zu entschuldigen.