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Was Kinder brauchen (8)

Ethisch-moralische Wertekompetenz

Kinder wie Erwachsene brauchen zur eigenen Lebensgestaltung seelisch-geistige Orientierungen, Wertvorstellungen und Aufgaben, mit denen sie sich innerlich verbinden können. Kinder brauchen Regeln, Rituale, Klarheit und Wahrhaftigkeit. Sie wollen Erwachsene erleben, die sich engagieren, die ihnen moralische Orientierung geben – ohne zu moralisieren. Viele Kinder finden aber heute in ihrem Umfeld oft nur die Maßstäbe der Spaß- und Freizeitgesellschaft ohne tragende Verbindlichkeiten vor.
 

Die Waldorfpädagogik nimmt die moralisch-ethische Erziehung ganz bewusst in ihr pädagogisches Konzept auf. Sie geht darauf ein, dass Kinder ein Koordinatensystem für das Gute, Schöne und Wahre brauchen ebenso wie die Achtung vor anderen Menschen, anderen Kulturen und der Schöpfung. Und sie sollen auch lernen, dass damit persönliches Engagement verbunden ist.
 

Methodische Hinweise: Orientierung gebende Geschichten; Feste vorbereiten und feiern; liebevoller Umgang mit der Natur; Vermeiden von Wischi-Waschi-Pädagogik; praktizierte Nächstenliebe; Dankbarkeit (Tischspruch vor dem Essen) und Hilfsbereitschaft; Erleben des Engagements der Eltern in Vereinen, in der Politik, im Kindergarten; multikulturelle Besonderheiten im Kindergarten zu achten lernen; Lieder, Verse anderer Völker hören und singen.