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Was Kinder brauchen (7)

Motivations- und Konzentrationskompetenz

Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene leiden heute unter Konzentrationsmangel, Nervosität, Hyperaktivität. Sie sind gehandicapt in ihrer Schaffensfreude und in der Fähigkeit, sich mit bestimmten Aufgaben für eine Zeit lang zu verbinden. In Wissenschaft und Pädagogik werden seit langem hierfür die verursachenden Faktoren untersucht (Pathogenese). Gleichzeitig gilt es, die gesundenden und stabilisierenden Faktoren zu kennen und zu stärken (Salutogenese).
 

Die Waldorfpädagogik sieht ihre Aufgabe darin, beide Konzepte miteinander zu verbinden: Eindrücke, die sich als schädlich für die Entwicklung des kleinen Kindes herausgestellt haben, versucht sie von ihm fernzuhalten (z.B. Fernsehen im frühen Alter), demgegenüber richtet sie den Schwerpunkt auf die gesundenden Faktoren. Beispielsweise schaut sie bereits im frühen Kindesalter auf das Lern- und Betätigungsbedürfnis der Kinder und versucht es, konsequent anzuregen. Regelmäßige Wiederholungen und rhythmisierende Gestaltungselemente vom Tagesablauf bis hin zum Jahreslauf im Kindergarten mit seinen vielen Höhepunkten und den Jahresfesten helfen, die Konzentrationsfähigkeit der Kinder zu entwickeln. Interessante und anregende Betätigungsmöglichkeiten wirken auf die Kinder motivierend.
 

Methodische Hinweise: Selbstgestaltete Spiele; Spielzeug, das zur Eigenaktivität anregt und vielfältige Möglichkeiten bietet; Arbeiten ganzheitlich von Anfang bis Ende kennen lernen und selber ausprobieren (backen, waschen, Gartenarbeit); Anregung durch das Interesse des Pädagogen schaffen; Erleben von lebensgemäßen Tätigkeiten der Erwachsenen statt plan- und sinnloser oder ungesunder Aktivitäten.