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Kinder brauchen Grenzen

Entscheidend ist nicht, was Eltern über das Grenzensetzen sagen,
entscheidend ist, wie sie es tun, wie sie es vorleben.

Für Kinder ist es eine Überforderung,
sich ohne Grenzen selbstverantwortlich in einer unübersichtlichen Welt zurechtfinden zu sollen.
Grenzen sind zugleich Ende und Beginn des Wegs.
Sie geben eine Zeitlang Sicherheit,
bieten Schutz und Ziel, das einmal erreicht
dazu auffordert, jenseits der Grenzen nach
neuen Wegen und Perspektiven Ausschau zu halten.
Grenzensetzen meint, sich gegenseitig in der
Persönlichkeit zu achten und zu respektieren.
Wer körperliche Erfahrungen einschränkt,
kann Entwicklungsprozesse behindern.
Nur über die praktische Bewältigung kommt
das Kind zur gedanklichen Beherrschung.
Kinder brauchen klare und feste Persönlichkeiten.
Wenn Kinder Festigkeit fühlen eben nicht erleiden, gewinnen sie Orientierung.
Werden keine Grenzen gesetzt, bleiben Kinder allein.
Sie werden unfähig, soziale Beziehungen einzugehen
und Kontakte aufzunehmen.
Festigkeit hat nichts mit Schreien und Brüllen,
mit physischer oder psychischer Gewalt,
mit Herrschsucht zu tun - vielmehr mit Klarheit, Bestimmtheit, mit Haltung und Stimme, mit innerer Ruhe, Gelassenheit und gegenseitiger Achtung.
Schläge setzen keine Grenzen. Schläge demütigen,
sie beschädigen die Würde des Erziehers und des Kindes. Schläge als Mittel des Grenzensetzens
sind Eingeständnisse von Niederlagen.

Erziehung hat mit Reibung zu tun, mit Konflikt und Harmonie, mit Nähe und Auseinandersetzung.
Wo Reibung ist, da ist Wärme, wo keine Reibung ist, da ist Kälte.
Erziehung hat mit Wärme zu tun, und damit ist Reibung gefordert.

Kinder brauchen Grenzen

der NEUE Mensch